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Polizeigebäude

Süderhofenden 1 · 24937 Flensburg

Während der Volksabstimmung 1920 amtierte im Gebäude der heutigen Polizeidirektion die „Internationale Kommission (CIS)“. In der NS-Zeit befanden sich hier Polizei und Gestapo. Am 23. Mai 1945 wurde im Innenhof die verhaftete letzte Reichsregierung der Presse vorgeführt.

In dem 1889/90 erbauten Hotel „Flensburger Hof“ residierte 1920 die „Commission Internationale Slesvig“ (CIS), überwachte von hier die Abstimmung und beriet über den künftigen deutsch-dänischen Grenzverlauf. Mit der NS-Machtübernahme mussten die Hotelbesitzer das Gebäude an den Staat veräußern, der es 1935 zum Polizeipräsidium und für die Geheime Staatspolizei (GESTAPO) umbauen ließ. Von hier aus wurde die Pogromnacht am 9./10. November 1938 u. a. auf Jägerslust organisiert und durchgeführt. Widerständler wurden in den Gefängniszellen gefangen gehalten, verhört und gefoltert. Nicht wenige gelangten von hier ins KZ. Im Gebäude fand am 5. Mai 1945 auch die letzte SS-Führerkonferenz („Rattenlinie Nord“) unter Himmler statt, die hier auch falsche Pässe erhalten konnten. Nach der britischen Besetzung Flensburgs (10. Mai. 1945) diente das Anwesen als Headquarter (HQ) der 159th Infantry Brigade nahm hier. Im Gebäudehof wurden am 23. Mai 1945 die Repräsentanten der letzten Reichsregierung, Dönitz, Jodl und Speer, nach ihrer Verhaftung der internationalen Presse vorgeführt. Später als Gebäude der Flensburger Kriminalpolizei wiedergenutzt, waren hier bis in die 1950er Jahre auch ehemalige NS-Beamte in leitender Funktion tätig[1]. Heute ist im Gebäudekomplex die Polizeidirektion Flensburg für die Stadt Flensburg und die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland zuständig. Ein Denkmal auf dem Gebäudevorplatz erinnert seit 2013 an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.


[1] Gerhard Paul: Rückzugsrevier-… In: Gerhard Paul & Broder Schwensen (Hrsg.): Mai ´45. Kriegsende in Flensburg. 2015, S. 178 ff.