Filtern nach

Filter by

Filtrer efter

Ihr Beitragsort
Your entry places
Jeres indrejse sted
Einkaufsladen „RITA“
Einkaufsladen „RITA“
Einkaufsladen „RITA“
Idstedt-Löwe
Idstedt-Löwe
Idstedt-Löwe
Flensborg Avis
Flensborg Avis
Flensborg Avis
Deutsches Haus
Deutsches Haus
Deutsches Haus
Polizeigebäude
Polizeigebäude
Polizeigebäude
Duborg-Skolen
Duborg-Skolen
Duborg-Skolen
Dänisches General-Konsulat
Dänisches General-Konsulat
Dänisches General-Konsulat
Flensborg Hus
Flensborg Hus
Flensborg Hus
Grenzstein Nr. 1
Grenzstein Nr. 1
Grenzstein Nr. 1
Knudsborg Munketoft
Knudsborg Munketoft
Knudsborg Munketoft
Nordertor
Nordertor
Nordertor
Dansk Centralbibliotek
Dansk Centralbibliotek
Dansk Centralbibliotek
Helligåndkirken
Helligåndkirken
Helligåndkirken
Gut Jägerslust
Gut Jägerslust
Gut Jägerslust
Marineschule Mürwik
Marineschule Mürwik
Marineschule Mürwik
SBV-Sitz 360°
SBV-Sitz 360°
SBV-Sitz 360°
Exe
Exe
Exe
Zigeunerlager im Steinfelder Weg
Zigeunerlager im Steinfelder Weg
Zigeunerlager im Steinfelder Weg
Asmus-Jepsen-Weg
Asmus-Jepsen-Weg
Asmus-Jepsen-Weg
Altes Rathaus
Altes Rathaus
Altes Rathaus
AWO Integrationscenter
AWO Integrationscenter
AWO Integrationscenter
Bahnhof
Bahnhof
Bahnhof
NDR-Studio
NDR-Studio
NDR-Studio

ERZÄHLORT

Duborg-Skolen

Ritterstraße 27, 24939 Flensburg

Nachdem es nach dem Ersten Weltkrieg wieder möglich wurde, auf Dänisch zu unterrichten, entstand im Mai 1920 der Wunsch, eine dänische Privatschule in Flensburg zu gründen. Kurz darauf wurde die zukünftige Duborg-Skolen in der Marienstraße in Flensburg als Realschule errichtet.

Im Mai 1920, kurz nach der Abstimmung, wurde in Flensburg der Dansk Skoleforening for Flensborg og Omegn (Dänische Schulverein für Flensburg und Umgebung) gegründet. Ziel war die Schaffung einer dänischen Realschule. Diese begann ihren Unterricht mit 18 Kindern am 1. Oktober 1920 im Hjemmet in der Marienstraße, in der früheren Wohnung des Flensborg Avis-Redakteurs Jens Jessen. Bald wurde ein Schulneubau notwendig, für den der dänische Reichstag die Finanzierung übernahm. Auf der Duburger Höhe (Duburg) entstand die Duborg-Skolen, entworfen vom Architekten Andreas Dall und eingeweiht am 29. Juni 1924. Sie hatte Fachräume für Physik, Naturgeschichte, Geographie und Zeichenunterricht, eine Turnhalle, Werkräume sowie eine Schulküche. 1949 bot die Schule erstmals Abitur an. Nach den Bonn-Kopenhagener Erklärungen wurde ab 1955 das Abitur auch von deutscher Seite anerkannt.[1] Von Beginn an wurden an der Duborg-Skolen Mädchen und Jungen gemeinsam unterrichtet – für die damalige Zeit ungewöhnlich. Anfangs wurden der Schule von deutscher Seite einige Steine in den Weg gelegt. Weil Oberbürgermeister Hermann Todsen unterstellte, die Schüler würden dort zu “Feinden Deutschlands“ erzogen, wurde bereits 1923 von der Flensburger Schulbehörde über 70 Schülern der Besuch der Schule verweigert.[2] Vorgebliche Gründe: Die Schüler seien für die Realschule fachlich ungeeignet.[3] Heute unterrichtet die Schule mit gymnasialer Oberstufe rund 540 SchülerInnen[4], allesamt Angehörige der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein.[5] Nach erfolgreichem Abschluss ziehen drei von vier Absolventen zum Studieren nach Dänemark.[6] Wie wichtig der dänisch gesinnte Unterricht dem dänischen Staat ist, zeigt sich auch im Besuch des dänischen Prinzenpaares 2009, das im Hof der Schule von einer begeisterten Menschenmenge begrüßt wurde.


[1] http://www.duborg-skolen.de/, Link Skolens historie, abgerufen am 24.9.18

[2] Lars N. Henningsen (Hrsg.): Zwischen Grenzkonflikt und Grenzfrieden. Die dänische Minderheit in Schleswig-Holstein in Geschichte und Gegenwart, 2011, S. 105-107.

[3] ebda.

[4] http://www.duborg-skolen.de/, 25.9.18

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Duborg-Skolen, 13.8.18

[6] Anmerkung von Mogens Rostgaard Nissen per E-Mail, 27.9.18