Filtern nach

Filter by

Filtrer efter

Ihr Beitragsort
Your entry places
Jeres indrejse sted
Einkaufsladen „RITA“
Einkaufsladen „RITA“
Einkaufsladen „RITA“
Flaggentausch
Flaggentausch
Flaggentausch
Grenzerfahrungen
Grenzerfahrungen
Grenzerfahrungen
Idstedt-Löwe
Idstedt-Löwe
Idstedt-Löwe
Flensborg Avis
Flensborg Avis
Flensborg Avis
Deutsches Haus
Deutsches Haus
Deutsches Haus
Polizeigebäude
Polizeigebäude
Polizeigebäude
Duborg-Skolen
Duborg-Skolen
Duborg-Skolen
Dänisches General-Konsulat
Dänisches General-Konsulat
Dänisches General-Konsulat
Flensborg Hus
Flensborg Hus
Flensborg Hus
Grenzstein Nr. 1
Grenzstein Nr. 1
Grenzstein Nr. 1
Knudsborg Munketoft
Knudsborg Munketoft
Knudsborg Munketoft
Nordertor
Nordertor
Nordertor
Dansk Centralbibliotek
Dansk Centralbibliotek
Dansk Centralbibliotek
Helligåndkirken
Helligåndkirken
Helligåndkirken
Gut Jägerslust
Gut Jägerslust
Gut Jägerslust
Marineschule Mürwik
Marineschule Mürwik
Marineschule Mürwik
SBV-Sitz 360°
SBV-Sitz 360°
SBV-Sitz 360°
Exe
Exe
Exe
Zigeunerlager im Steinfelder Weg
Zigeunerlager im Steinfelder Weg
Zigeunerlager im Steinfelder Weg
Asmus-Jepsen-Weg
Asmus-Jepsen-Weg
Asmus-Jepsen-Weg
Altes Rathaus
Altes Rathaus
Altes Rathaus
AWO Integrationscenter
AWO Integrationscenter
AWO Integrationscenter
Bahnhof
Bahnhof
Bahnhof
NDR-Studio
NDR-Studio
NDR-Studio

ERZÄHLORT

Knudsborg

Munketoft 33, 24941 Flensburg

Die Knudsgilde bestimmte lange Zeit das wirtschaftliche Leben in Flensburg. Ihren heutigen Sitz hat sie in der Gaststätte „Knudsborg“ im Munketoft 33. Sie zelebriert alljährlich einen Umzug zum Flensburger Rathaus, um ihre Verbundenheit mit der Stadt zu zeigen. Prinz Joachim aus Dänemark ist Ehrenbruder.

Das Stadtarchiv Flensburg verwahrt einen Schatz: Die Satzung der Flensburger Knudsgilde von 1200 in altdänischer Sprache. Im damaligen Mittelalter schlossen sich, ausgehend von Schleswig und unterstützt vom dänischen König, im skandinavischen Ostseeraum die reichen Fernhändler in insgesamt 50 Knudsgilden zusammen. Namenspatron und Gildeheiliger ist Knut Lavard (1096-1131), der erste Herzog Schleswigs und Stammvater der späteren dänischen Waldemar-Könige. Die Gildebrüder schworen unter Eid, sich gegenseitig bei Krankheit, Gefahr und Not zu unterstützen. Dadurch entstand für den einzelnen Händler auch in fernen Seestädten Rechts- und Eigentumsschutz und sie konnten nun im dänisch-skandinavischen Herrschaftsgebiet über ein weites Handelsnetz Waren von der Ostsee bis in die  Nordsee umgeschlagen – auch über den Flensburger Hafen mit seinen Wegeverbindungen zu den Westküstenstädten Husum, Tondern und Ribe. Die Flensburger Knudsgilde organisierte die hiesigen Marktregeln, Handelskonditionen und eine strenge Gerichtsbarkeit. Faktisch wurde das frühe Flensburg vom Knudsgildehof im heutigen Holm 45 aus regiert. Die Konkurrenz der Hanse sowie die Durchsetzung eines eigenen Stadtrechts 1284 und einer Ratsverfassung durch die übrige Bürgerschaft minderten die Bedeutung der Knudsgilden, die sich nach der Reformation (ab dem frühe 16. Jahrhundert) zumeist auflösten. Die Flensburger Knudsgilde wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts vom Rat der Stadt aufgehoben.[1] Flensburgs heutige Knudsgilde, eine dänische Schützengilde, entstand 1844 aus der Schützengilde St. Johannis. Sie bewahrt das traditionelle Erbe sowie die skandinavischen Verbindungen. Und alljährlich erweisen die Gildemitglieder mit einem feierlichen Festumzug von ihrer Versammlungs- und Gaststätte „Knudsborg“, errichtet 1844, zum Rathaus der Flensburger Stadtführung ihre Referenz.