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BEITRAGSORT

Flaggentausch

Rathausstraße 2, 24937 Flensburg

Als 1920 deutsch und dänisch gesinnte Menschen zur Abstimmung über den Grenzverlauf zwischen Dänemark und Deutschland schritten, waren mit dem Resultat längst nicht alle einverstanden und zogen zum Teil sehr persönliche Konsequenzen.So auch Niels Nielsen, Zollkapitän in Nordborg/Dänemark (Foto 1 zeigt ihn auf dem Zollboot „Albatros“, links stehend). Er wurde – so erzählt es sein heute in Flensburg lebender Urenkel Klaus Schmidt – „de swatte Niels“ genannt, weil er so schwarze Haare hatte. Als es 1920 zur Abstimmung kam und das Ergebnis zeigte, dass Nordborg dänisch werden würde, zog er zuerst mit seiner Familie (Foto 2) nach Langballigau und später nach Flensburg in die Norderstraße. Mit dem Abstimmungsergebnis war er nicht zufrieden, soweit es Nordschleswig betraf. Er wollte lieber deutscher Zollbeamter sein.

An einem sehr frühen Sonntagmorgen kurz nach der Abstimmung holte er also den Maschinisten des Zollbootes „Albatros“ aus dem Bett, ließ ihn die Maschine des Schiffes anschmeißen und fuhr nach Kollund. Dort angekommen – keine Menschenseele weit und breit – soll er an Land gegangen sein, den Danebrog am Hafen eingeholt und die deutsche Reichsflagge gehisst haben.

Anschließend seien die beiden mit dem Schiff unbehelligt nach Flensburg zurück gefahren, wo der “swatte Niels” zum Telegrafenamt (heute: Alte Post) gegangen sei und ein Telegramm an Friedrich Ebert geschickt habe. Inhalt:
“Sehr geehrter Herr Reichspräsident, Nordschleswig kampflos zurück erobert”. 

Nach Auskunft des Urenkels von Niels Nielsen habe es keine Strafe und auch sonst keine Konsequenzen, wie etwa diplomatische Verwicklungen, gegeben.

Mit 16 Jahren sei Niels Nielsen ohne Schulabschluss von zuhause ausgerissen und habe auf einem englischen Schiff angeheuert. Er habe einige Male unter Segel Kap Hoorn umrundet und sei mit zunehmender Verwendung von Dampfschiffen der Seefahrt untreu geworden. Nielsen wurde – zur Freude seiner ersten Frau – sesshaft und auf unbekannte Weise Zollkapitän. In den 50er Jahren wohnte er in Flensburg am Burgfried. Er lebte laut Angaben seiner Tochter Christa Schneider, Handewitt, von 1870 bis 1959.