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ERZÄHLORT

Bahnhof

Am Bundesbahnhof 5, 24937 Flensburg

In den 1920er Jahren war das schnellste Verkehrsmittel in Schleswig-Holstein und Dänemark die Eisenbahn. Vor und während der Abstimmung 1920 waren es demzufolge Züge und Bahnhöfe (neben Dampfern), die für die Mobilisierung der Abstimmungsberechtigten zu den Wahlurnen eine wichtige Rolle spielten.

 

Über den Bahnhof in Flensburg-Weiche waren deutsche Stimmberechtigte in Sonderzügen nach Flensburg gebracht worden,[1][2] mit denen man das Abstimmungsergebnis zu beeinflussen suchte. Die Dänen kamen in Passagierdampfern[3]. Zugwaggons waren mit Slogans versehen. Der ursprünglich als Knotenpunkt der Güterströme im Landesteil Schleswig gedachte Verschiebebahnhof Weiche verlor infolge der Abstimmung in Nordschleswig große Teile seines Einzugsgebietes an Dänemark. Er wurde zum Grenzbahnhof ausgebaut[4]. Flensburg war nun Grenzstadt und das Reich bemüht, der Stadt neue Impulse zu geben. Neben Subventionen für den Schiffsbau der FSG gehörten Freihafen (1923), Stadion (1927), Radiosender (1928) und ein Bahnhof dazu. Im Vorfeld der Abstimmung hatte im Mai 1919 Preußen die Übernahme der Baukosten für den bereits 1911 genehmigten Bahnhofsneubau versprochen, inkl. Verbindung zur Westküste[5]. Aber erst nach dem Ersten Weltkrieg und trotz Inflation konnte 1927 der Bau vollendet und eröffnet werden. Flensburgs erster Bahnhof lag mitten in der Stadt, offiziell eingeweiht am 25. Oktober 1854 im Beisein des dänischen Königs Frederik VII[6] als „Englischer Bahnhof“. Nach den Entwicklungsschritten Kieler Bahnhof (1881)[7] und Staatsbahnhof (1884)[8] wählte man für den neuen Bahnhof den heutigen Standort, das Areal des zugeschütteten Mühlenteichs. In jüngster Vergangenheit machte der Bahnhof Schlagzeilen durch die Ankunft Tausender Transitflüchtlinge. Ehrenamtliche organisierten ab 2015 in seinen Räumen mit Stadtverwaltung, Firmen und Institutionen erste Hilfe, die Unterbringung in Flensburg oder die Weiterreise nach Skandinavien.


[1] Kaufhold/Klein/Schikorr: 150 Jahre Eisenbahn in Flensburg, Berlin/ Flensburg 2004, S. 102. Dort auch gutes Foto!

[2] GFS (Hrsg.): Flensburg, Geschichte einer Grenzstadt. 1966, S. 417

[3] ebda.

[4] Kaufhold et al, S. 101/02

[5] GFS (Hrsg.): Flensburg. Geschichte einer Grenzstadt. 1966, S. 412

[6] Kaufhold et al, S. 15-16

[7] Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Schleswig-Holstein, Stadt Flensburg, Band 2, Bearbeitung: Lutz Wilde, Wachholtz Verlag Neumünster 2001, ISBN 3-529-02521-6, S. 41-42, S. 58, Karten: S. 47, S. 55; H. Kaufhold et al, 2004, S. 41

[8] H. Kaufhold, et al, S. 79 ff.